Solaranlage auf dem Deponiegelände Flechtdorf installiert

Diemelsee. Die Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH (VEW) schloss im Mai den Bau ihrer zweiten Photovoltaik-Freiflächenanlage ab. Der Geschäftsführer Frank Benz erläuterte mit dem Ersten Kreisbeigeordneten des Landkreises Waldeck-Frankenberg, Karl-Friedrich Frese, und dem Bürgermeister der Gemeinde Diemelsee, Volker Becker, am 6. Mai wie das Projekt nun erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die Anlage wird nach der Inbetriebnahme jährlich bis zu 280 Haushalte mit Strom aus Erneuerbaren Energien versorgen.
Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hatte 2020 die Planungen angestoßen, um auf der rekultivierten Fläche der Abfalldeponie Diemelsee-Flechtdorf eine Photovoltaik-Freiflächenanlage zu installieren und damit den Ausbau Erneuerbarer Energien voranzutreiben. „Mit diesem Projekt entwickelt sich das Gelände bei Flechtdorf vom Deponie- zum Solarstandort weiter“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Karl-Friedrich Frese. Für die Fläche erreiche man somit eine sinnvolle Nachnutzung, ohne landwirtschaftlichen Flächenverbrauch. „Das ist ein zukunftsfähiger Beitrag zur kommunalen Energiewende im Landkreis Waldeck-Frankenberg.“

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Kommunaler Rückenwind für Freiflächen-Photovoltaik
Ein wichtiger Partner war auch die Gemeinde Diemelsee, die immer hinter dem Projekt stand und damit einen wichtigen Beitrag für die Region und für den Klimaschutz leistete. Die Kommune musste den Flächennutzungsplan ändern und damit die planungsrechtlichen Vorgaben für den Bau schaffen. Ohne diesen Einsatz wäre das Projekt nicht zu realisieren. „Was hier in Diemelsee entsteht, macht uns stolz und zeigt, was wir gemeinsam bewegen können,“ betont Volker Becker, Bürgermeister der Gemeinde Diemelsee. „Schon heute erzeugen wir mehr als das 10,5-Fache
unseres eigenen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien. Mit dieser Anlage gehen wir konsequent weiter voran, für den Klimaschutz, für unsere Kinder und für eine lebenswerte Zukunft in unserer Region.“ „Bei allen unseren Projekten ist die Unterstützung der Kommunen essenziell. Wenn die Kommune davon überzeugt ist, dass Photovoltaik auf den geeigneten Flächen eine gute und nachhaltige Lösung darstellt, dann gibt Energien uns das den nötigen Rückenwind bis zur Umsetzung“, uns das den nötigen Rückenwind bis zur Umsetzung“, erläutert der VEW-
Geschäftsführer Frank Benz, „allen Beteiligten gebührt ein großer Dank für die sehr gute Zusammenarbeit.“

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Die Anlage besteht aus insgesamt 1.428 Modulen auf einem Hektar Fläche. Die installierte maximale Leistung liegt bei 999,6 Kilowatt. Bei optimalen Bedingungen mit vielen Sonnenstunden kann die Anlage etwa 980.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen, genug für 280 Haushalte mit einem jährlichen Strombedarf von 3.500 Kilowattstunden. „Derzeit erfolgen noch die letzten technischen Prüfungen, im Anschluss erfolgt die lnbetriebnahme,“ erläutert Marius Lange, Prokurist der VEW, bei der Besichtigung der Anlage.
Bestmögliche Flächennutzung
Genau wie bei der ersten Photovoltaik-Freiflächenanlage der VEW in Korbach, die vor sechs Jahren ans Netz ging, stehen die Module in Flechtdorf ebenfalls auf einer rekultivierten Fläche eines Deponiegeländes. Flächen dieser Art sind für klassische Nutzungen wie Wohnen oder Gewerbe kaum geeignet, bieten jedoch großes Potenzial für die Erzeugung erneuerbarer Energien Die bestmögliche Nutzung leistet hier also gleichzeitig einen wertvollen Beitrag für die Energiewende.